Asiatische Währungen schwächen sich aufgrund von Zweifeln an einer Zinssenkung der US-Notenbank.

Strategic Advisers Erfahrungen

Die meisten asiatischen Währungen bewegten sich am Mittwoch in einem neutralen bis schwachen Bereich, belastet durch einen stärkeren Dollar, da Händler ihre Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Notenbank im Dezember allmählich zurückschraubten.

Der japanische Yen bildete eine Ausnahme und legte nach der Veröffentlichung des Protokolls der September-Sitzung der Bank of Japan zu. Daraus ging hervor, dass die Währungshüter eine Zinserhöhung erwägen.

Die asiatischen Währungsmärkte reagierten zudem verunsichert auf Kursverluste an den breiter gefassten, risikofreudigen Märkten, insbesondere bei Aktien. Anleger sorgten sich um eine mögliche Blase bei den Bewertungen im Technologiesektor.

Die uneinheitlichen Daten des chinesischen Einkaufsmanagerindex belasteten den Markt zusätzlich.

Der japanische Yen legte nach dem restriktiven Protokoll der Bank of Japan leicht zu.

Das Währungspaar USD/JPY fiel am Mittwoch um 0,2 %, nachdem das Protokoll der September-Sitzung der Bank of Japan zeigte, dass die Währungshüter eine Zinserhöhung in den kommenden Monaten erwägen.

Mehrere Währungshüter sahen günstige Bedingungen für Zinserhöhungen. Zwei Mitglieder stimmten während der Sitzung für eine sofortige Zinserhöhung, wie aus dem Protokoll hervorgeht. Dieselben beiden Mitglieder sprachen sich auch für eine Erhöhung bei der Oktober-Sitzung aus.

Die Bank von Japan beließ die Leitzinsen bei ihren Sitzungen im September und Oktober unverändert, bekräftigte aber ihre Prognose, dass die Zinsen mit steigender Inflation und zunehmendem Wirtschaftswachstum steigen würden.

Gouverneur Kazuo Ueda deutete bei der Oktober-Sitzung an, dass die Zinsen bereits im Dezember steigen könnten, insbesondere angesichts der anhaltenden Inflation in Japan.

Uedas Äußerungen stützten den Yen jedoch nur bedingt, da restriktive Signale der US-Notenbank den Dollar stützten und Kapitalabflüsse aus den asiatischen Märkten auslösten. Auch die lockerere Fiskalpolitik der neuen Premierministerin Sanae Takaichi belastete den Yen.

Der Yuan blieb nach uneinheitlichen PMI-Daten für den Dienstleistungssektor nahezu unverändert. Das Währungspaar Yuan (USD/CNY) blieb nach den Daten des privaten Einkaufsmanagerindex (PMI) nahezu unverändert, da der Dienstleistungssektor des Landes im Oktober etwas stärker als erwartet wuchs.

Die PMI-Daten von RatingDog zeigten jedoch auch, dass der Dienstleistungssektor im Oktober langsamer wuchs als im Vormonat. Diese Daten folgten auf eine Reihe mittelmäßiger chinesischer PMI-Daten für Oktober und signalisierten anhaltenden Druck auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Die chinesischen Märkte erholten sich jedoch etwas, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Exekutivanordnung unterzeichnet hatte, die die Zölle auf Fentanyl-bezogene Waren aus China von 20 % auf 10 % senkte. Washington und Peking einigten sich letzte Woche auf ein Handelsabkommen, obwohl die Märkte noch auf genauere Details warteten.

China kündigte am Mittwoch an, einige Zölle auf Agrarimporte aus den USA zu senken.

Der Dollar notiert stabil nahe einem Dreimonatshoch, da die Erwartungen an eine Zinssenkung im Dezember gesunken sind. Der Dollar-Index und die Dollar-Index-Futures gaben im asiatischen Handel leicht nach, blieben aber nahe dem im Nachthandel erreichten Dreimonatshoch.

Der US-Dollar hat sich seit letzter Woche stetig weiterentwickelt, nachdem die Federal Reserve erklärt hatte, eine Zinssenkung im Dezember sei nicht sicher. Obwohl die Zentralbank die Zinsen im Oktober um 25 Basispunkte senkte, war dieser Schritt bereits weitgehend eingepreist und hatte kaum Auswirkungen auf die Dollar-Gewinne.

Händler schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der US-Notenbank Fed um 25 Basispunkte im Dezember auf 69,8 % und die Wahrscheinlichkeit einer Beibehaltung des Zinssatzes auf 30,2 % (laut CME Fedwatch).

Die asiatischen Währungen bewegten sich größtenteils in einer engen Spanne, da Händler sich Sorgen um stabile US-Zinsen und eine sich verschlechternde Risikostimmung an anderen Märkten machten. Der australische Dollar (AUD/USD) gab angesichts schwächer als erwartet ausgefallener PMI-Daten für Oktober leicht nach.

Der südkoreanische Won (USD/KRW) legte um 0,2 % zu, obwohl der Won aufgrund des Kursverfalls an den Aktienmärkten unter erhöhten Kapitalabflüssen litt.

Der Singapur-Dollar (USD/SGD) blieb unverändert, während die indische Rupie (USD/INR) leicht zulegte und sich nahe Rekordhochs bewegte.